Mietwagen oder Nutzungsausfall – was lohnt sich für Geschädigte mehr?
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Mietwagen oder Nutzungsausfall – was lohnt sich für Geschädigte mehr?

03. Oktober 20256 min Lesezeit

Nach einem unverschuldeten Unfall haben Sie das Recht, die Zeit der Reparatur entweder mit einem Mietwagen zu überbrücken (zahlt die gegnerische Versicherung) oder sich für jeden Tag ohne Auto eine Pauschale ("Nutzungsausfall") auszahlen zu lassen. Was lohnt sich wann?

Mietwagen: Vor- und Nachteile

Vorteil: Sie sind sofort wieder mobil und in der Klasse Ihres eigenen Fahrzeugs unterwegs. Nachteil: Versicherungen kürzen gerne mit dem Argument "Sondernutzungsanspruch" oder bestehen auf einer Kategorie unter Ihrem Originalfahrzeug. Außerdem üblich: 5–10 % Eigenanteil für ersparte Eigenaufwendungen.

Nutzungsausfall: Vor- und Nachteile

Vorteil: Bares Geld auf Ihr Konto, ca. 25 € (Kleinwagen) bis 175 € (Oberklasse, SUV) pro Tag laut Tabelle Sanden/Danner/Küppersbusch 2025. Nachteil: Sie müssen sich anders fortbewegen (ÖPNV, Fahrrad, Familie). Bei Berufstätigen, die das Auto wirklich brauchen, oft nicht praktikabel.

Faustregel

Lange Reparaturzeit (> 7 Tage), Premium-Fahrzeug, kein zweiter Wagen verfügbar → Mietwagen. Kurze Reparaturzeit, kostenbewusst, alternative Mobilität (E-Bike, ÖPNV, Familie) verfügbar → Nutzungsausfall. In unserem Online-Schadenwert-Rechner kalkulieren wir beide Werte automatisch für Ihren Fall.

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